Reise & Urlaub in Japan

Tokyo – 1000 Möglichkeiten

Von der Hauptstadt Japans – Tokyo – hat wohl vermutlich Jeder schon etwas gehört. Besonders die völlig überfüllten Züge zur Rush Hour und die Bahnangestellten mit weißen Handschuhen, die versuchen noch mehr Leute in die bereits vollgepackten Züge zu schieben sind berühmt berüchtigt. Auch dass man in Tokyo, den Skytree (eines der höchsten Gebäude der Welt) oder den Tokyo Tower, welcher dem Eiffelturm in Paris nachempfunden ist, besichtigen kann werden Viele noch wissen.

Aber wusstet ihr, dass die Stadt Tokyo ganz bewusst ein Konzept zur Stadtteilplanung entwickelt hat? So soll jeder Distrikt seinen eigenen, speziellen Hauptschwerpunkt haben. Die Idee ist, dass die Leute bzw. Kunden bzw. Besucher eine möglichst große Auswahl in einer bestimmten Kategorie finden.

10 Tokioter Distrikte

Asakusa / Ueno – Tradition

Das Herzstück von Asakusa ist natürlich der altehrwürdige Tempel namens Senso-ji. Zwischen dem charakteristischen Eingangstor mit der riesigen Papierlaterne und dem eigentlichen Tempel liegt die bekannte und meist völlig überfüllte Fußgänger-Einkaufszone, in der man allerlei traditionelle Snacks und überteuerte Souvenirs erstehen kann. Doch wenn man in eine der vielen überdachten Nebenstraßen abbiegt, entdeckt man viele traditionelle japanische Geschäfte, Boutiquen, Restaurants, Imbissbuden, Handwerksläden, Teehäuser mit Geishas und vieles mehr.

Ueno ist ebenfalls traditionell, bezieht sich auf eine völlig andere Epoche als Asakusa. Ueno bezieht sich auf die Mitte des letzten Jahrhunderts, während Asakusa eher noch 1-2 Jahrhunderte weiter in die Vergangenheit geht. In Ueno gibt es den bekannten Ueno-Park mit angeschlossenem Zoo und die belebte Einkaufsstraße „Ameyoko“. Sie ist meist sehr belebt und die Ladenbesitzer bieten rechts und links der engen Gasse ihre Waren an. Es fühlt sich eher an, wie eine Mischung aus türkischem Basar und einem Wochenmarkt, aber natürlich mich japanischen Artikeln. Auch die Besucher sind entsprechend gemischt. Hausfrauen beim Einkauf, Schüler und Studenten, Touristen… kurzum ein buntes Treiben.

Akihabara – Technik & Popkultur

Akihabara ist das Mekka für alle Technik-Verrückten, Gamer, Otakus / Nerds und so weiter. Der Grund dafür sind natürlich die zahlreichen Elektronikfachgeschäfte, Videospiel-Geschäfte, Spielhallen, Anime-, Manga- und Maid-Cafés. Schon wenn man aus dem Bahnhof heraus kommt, empfängt Einen eine bunt-blinkende, laute Pop-Musik spielende Glitzerwelt. Was viele Touristen aber nicht wissen ist, dass es in Akihabara auch ein besonders großes Angebot an japanischen Fast-Food Läden gibt, die ihren Kunden einigermaßen gesunde, füllende und günstige Speisen vorsetzen; Speisen wie Curry, Gyudon, Fließband-Sushi usw.

Tsukiji – Fischmarkt

Das ist der traditionelle Fischmarkt, wo morgens ab 5 Uhr die frischen Thunfische versteigert werden. Im sogenannten „äußeren Fischmarkt“ gibt es neben den Geschäften, die frischen Fisch verkaufen auch viele traditionelle japanische Imbiss-Stände, die sich auf Fisch- und Meeresfrüchte-Küche spezialisiert haben. Viele Japaner gehen hier in den frühen Morgenstunden nach dem feiern hin, Sushi mit fangfrischem Thunfisch, Makrele oder Dorade zu essen.

Trotz seiner Tradition und einmaligen Atmosphäre wurde der berühmte Fischmarkt – allerdings nur der Innere mit der Auktionshalle – vor kurzem (Anfang Oktober 2018) geschlossen und ins 2 km entfernte Toyosu umgesiedelt. Für die alte Stelle bestehen im Zuge der olympischen Spiele 2020 einige Bauvorhaben wie zum Beispiel die Verbesserung der Verkehrsanbindung zum olympischen Dorf. Der äußere Fischmarkt mit den Restaurants und Imbissbuden von Tsukiji bleibt allerdings vorerst erhalten.

Chiyoda / Ginza – Schick & elegant

Die Distrikte Chiyoda und Ginza liegen im Herzen von Tokyo und man findet hier auch den Kaiserpalast. Der Palast kann von Besuchern nur 2 Mal pro Jahr und nur nach vorheriger Anmeldung besucht werden, aber die kaiserlichen Gärten sind ganzjährig geöffnet. Wie man es in der Nähe eines Palastes erwarten würde gibt es hier viele elegante Geschäfte, Luxusboutiquen, 5-Sterne Restaurants, extrem teure Hotels und alles was sich die Schickeria von Tokyo nur wünschen könnte. Es wird Ihnen einfach von den Augen abgelesen.

Odaiba – Future Tech & Festivals

Odaiba liegt auf einer vorgelagerten Insel im Hafen von Tokyo und kann über eine Monorail-Bahn erreicht werden. Sie erlaubt nebenbei einen fantastischen Blick auf die Stadt. Auf der Insel gibt es eine Ansammlung von Technikmuseen wie das Minato-Mirai, welches die Technik und Forschung der Zukunft präsentieren. Neben den Museen gibt es im Sommer auch viele bekannte Musik-Open Air Festivals und ein so genanntes Super-Sento (japanisches Badehaus) mit vielfältigen Bade-, Verwöhn- und Shopping- Möglichkeiten.

Azabu-juban / Akasaka – Internationalität

In diesen Distrikten findet man die Auslandsvertretungen bzw. Konsulate vieler verschiedener Nationen, deren Mitarbeiter zu einem guten Teil Nicht-Japaner sind. Aber das internationale Flair, welchem man hier begegnet, entsteht nicht nur durch die ausländischen Konsulatsmitarbeiter, sondern vor Allem auch durch die Vielzahl der internationalen Restaurants, Cafés und Supermärkte.

Roppongi – Business & Party

Roppongi ist DER Geschäfts- und Party-Distrikt in Tokyo. Hinter den Fenstern der gigantischen Wolkenkratzern, befinden sich die Büros aller namhaften Großkonzerne Japans, aber auch die vieler anderer Global Player. Das Straßenbild ist tagsüber, aber besonders morgens und abends von Schlips-Trägern und dem Geklapper von Pumps geprägt, die eilig auf dem Weg zu oder von der Arbeit sind. Nach Feierabend wandern die Büroangestellten dann weiter in die Clubs, Bars und Izakayas.Dort veranstalten sie mit ihren Kollegen ein Nomikai (=Trink-Treffen). Die Auswahl der Etablissements ist beträchtlich und einige Stunden später die Anzahl der Betrunkenen, die zum nächsten Bahnhof torkeln auch.

Shibuya – Scramble Crossing

Das Markenzeichen dieses Stadtteils, das weltweit bekannt erlangt hat, ist natürlich diese große Kreuzung direkt am Bahnhof von Shibuya. Dort laufen gleich mehrer große Straßen zusammen und bilden eine sternförmige Kreuzung über die tagtäglich mehrere hunderttausend Menschen wuseln. Dieses Spektakel kann man sich entweder hautnah im Gedränge oder von oben aus einem der umliegenden Gebäude anschauen. (Der nicht mehr so ganz geheime Geheimtipp ist das Starbucks, direkt gegenüber des Bahnhofs). Vor dem Bahnhof steht auch die Statue eines Hundes namens Hachiko. Angeblich hat er jeden Tag sein Herrchen zum Bahnhof begleitete und dort gewartet bis der Besitzer wieder zurück kam. Der Hund wartete sogar nach dem Tod des Mannes weiterhin jeden Tag geduldig auf die Rückkehr. Die Statue ist ein Beliebter Treffpunkt, der inzwischen allerdings so hoch frequentiert ist, dass man sich vielleicht doch besser an einem anderen Ort verabreden sollte.

Harajuku – Kawaii Fashion

Hier folgt  einem die Niedlichkeit auf Schritt und Tritt. Die Geschäfte, Cafés, Imbissbuden und sogar die Menschen auf der Straße sind süß, dieses rosa-glitzer-flauschig süß! Man sieht viele Mädchen oder junge Frauen, die sich wie Lolitas kleiden. Auch das Dress-up als kleine Puppen mit Spitzenkleidchen und gigantischen Augen (hauptsächlich durch große farbige Kontaktlinsen und viel Make-up) ist sehr beliebt. Berühmt sind auch die Harajuku Crépes, die aussehen wie eine mit frischen Früchten und viel Sahne gefüllte Tüte und die regenbogenfarbene Zuckerwatte. Beides natürlich in absoluter Perfektion erstellt und absolut Instagram-able.

Direkt auf der anderen Seite des Bahnhofs befindet sich der Meiji-Jingu, der Schrein, welcher zu Ehren des Meiji Kaisers errichtet wurde. Nach dem ganzen Trubel findet man hier ein wenig Ruhe bei einem Spaziergang durch die weitläufigen und bewaldeten Schreinanlagen. Man könnte dabei fast vergessen, dass man sich im Zentrum einer der größten Städte des Planetens befindet.

Shinjuku – Fashion & Entertainment

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Foto: colin nieder

Schließlich und endlich kommen wir zu dem Stadtteil Shinjuku. Hierher kommen die Bewohner von Tokyo, wenn sie zum Shoppen oder ins Kino gehen wollen. Der Fashion-stil ist hier mehr auf ein etwas älteres Publikum (30-50 Jahre) ausgerichtet. Praktischerweise, gibt es rund um die Kinos und Shoppingzentren auch viele Restaurants und Bars, mit einer breiten Auswahl an in- und ausländischen Speisen. So findet man dort zum Beispiel eine Pizzeria, zwischen einem japanischen Grill-Restaurant und einem südostasiatischen Curry-Laden. Man kann also tagsüber neue Kleider kaufen, abends nett essen gehen und zum krönenden Schluss noch einen Film ansehen.

Posted by Miriam

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