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ANMO – Kunst des Teetrinkens

blumen und tee

In einer kleinen, ruhigen Nebenstraße nur ein paar Meter entfernt von der Immermannstraße in Düsseldorf befindet sich das süße Tee– und Keramikgeschäft von Anna Friedel und Motoko Dobashi, daher der Name ANMO Art/Cha. Hier wird jeder Besucher mit einem warmen Tässchen Tee und bei einem netten Gespräch kann man viel über diversen japanischen und chinesischen Teesorten erfahren.

blumen bei anmo

Das Teetrinken wird bei ANMO Art/Cha regelrecht als Kunstform begriffen. Es werden die unterschiedlichsten Teesorten zum probieren und zum Verkauf angeboten, sowie eine vielfältiges Sortiment an japanischem Teegeschirr. Die Tässchen und Teekannen dürfen natürlich auch gerne in die Hand genommen werden. Außerdem haben sie auch eine kleine Galerie, die direkt an den Laden angeschlossen ist, in der nationale und internationale Künstler ihre Werke ausstellen.

ANMO – Anna und Motoko

Anna und Motoko haben sich bei ihrem Kunststudium in München kennengelernt. Anna ist danach nach Düsseldorf und Motoko nach Berlin gezogen, doch vor etwa 2 Jahren haben sie sich entschieden ihre Liebe zum Tee und zur Kunst in Form des Tee und Kunstladens mit uns zu teilen. Doch obwohl sie nun zusammen ein Geschäft führen, sehen sie sich nicht als Geschäftsleute, sondern nach wie vor als Künstler und als Botschafter des Ostasiatischen Tees.

Für Minimalisten und Sammler

Motoko ist gebürtige Japanerin und ist in Tokushima, Japan aufgewachsen. Ihr liegt also das Fernöstliche und die Liebe zum Tee schon im Blut. Anna praktiziert seit etwa 20 Jahren die chinesische Kampfkunst Kung Fu und spricht auch ein wenig kantonesisch (eine der chinesischen Dialekte) und japanisch. Aus diesem Grund haben die beiden jeweils ihre Schwerpunkte: japanischer Tee und chinesischer Tee gewählt und sich darauf spezialisiert (auch wenn beide Frauen sich natürlich mit den Tees beider Länder hervorragend auskennen). In ihrem Laden verkaufen sie nur Tees, die sie getestet haben und von denen sie selbst begeistert sind.

Tee-Philosophie

tee trinken

In dem Gespräch mit Anna, hat sie uns auch ihre Tee-Philosophie erklärt. Sie sagt, dass es beim Tee um Kommunikation und Achtsamkeit geht. Beim Trinken des Tees tritt man in einen Dialog mit dem Tee und kann aus dem Geschmack heraus lesen, was dieser Tee in “seinem Leben” schon so alles erlebt hat. Wo und wie er angebaut wurde spielen natürlich eine zentrale Rolle, doch auch die Lagerungsbedingungen spiegeln sich in den feinen Duft- und Geschmacksnoten wieder. Neben dem Tee selbst geben natürlich auch die Teegefäße ein ganz besonderes Gefühl und kommunizieren eine bestimmt Atmosphäre. Doch auch durch das innere Gespräch mit sich selbst und das Gespräch mit anderen, während man den Tee genießt, kann man berauschende Momente der Klarheit erfahren. Anna nennt dieses Gefühl “Tea drunk”. Diese eigentlich alte, fernöstliche Philosophie wird bei ANMO in ein frisches, entstaubtes Konzept gehüllt und bringt auch dem unerfahrenen Teetrinker die Tradition Japans und Chinas näher.

Süße Teekännchen  und Tässchen bei ANMO

Die Mitarbeiter bei ANMO tragen über ihrer Alltagskleidung japanische Haori (Kimono-Jacken) und vermitteln dem Besucher schon beim Betreten des Ladens ein ganz besonderes Gefühl. Diese Kombination von traditionell und modern ist auf jeden Fall einzigartig und lädt zum Verweilen ein. Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch und bringen dann auf jeden Fall mehr Zeit mit!

Published: 17.02.2019 | Posted by: Miriam

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