Lifestyle in Japan

15 gesellschaftskritische Filme und Drama aus Japan

japanische film shoplifters
Shoplifters | 2019 – ©Magnolia Pictures

Japan ist kein Land in dem Kritik einfach so ausgesprochen werden darf. In den meisten Fällen vollziehen die Leute einen wahren Eiertanz, um bloß niemanden mit der eigenen Meinung oder gar Kritik zu belasten. Doch auch in Japan gibt es Filme, welche die gesellschaftliche Lage nicht durch einen “rosa-roten-Filter” jagen. Hier werden die teils prekären Situation der Einwohner Japans sehr lebensnah dargestellt und man bekommt durch diese Drama-Filme auch als durchschnittlicher Nicht-Japaner einen guten Einblick in die japanische Gesellschaft. Je nach Entstehungszeit des Film spiegeln sich hier etwas andere Problematiken wider. Mal sind es Familiendramen, mal Yakuza und mal geht es um traditionelle Berufe. Doch im Fokus stehen immer die Menschen. Wer also gerne Filme wie Good Will Hunting, die Verurteilten, Moonlight, Gran Torino oder Parasite sieht, für den stellen wir hier 15 spannende und gesellschaftskritische Filme vor. Sie sind unserer Meinung nach echte must-see Filme. 

  1. Shoplifters
  2. Die Reise nach Tokyo
  3. Nokan – Die Kunst des Ausklangs
  4. Der Aal – Unagi
  5. Einmal wirklich leben
  6. Like Father, Like  Son
  7. Kirschblüten und rote Bohnen
  8. Nobody knows
  9. Hana-bi
  10. Shall we dance?
  11. Always Sanchōme no Yūhi
  12. I Just Didn’t Do It
  13. Unsere kleine Schwester
  14. The Housekeeper and the Professor
  15. The Great Passage

Shoplifters / 万引き家族

Genre: Family drama
Bewertung: 9.5 / 10
Keyword: Familie, Kriminalität
Dauer: 121 min
Jahr: 2018
Regisseur: Hirokazu Kore-eda

Zu Beginn dieses Films sieht man das Leben einer Patchwork-Familie, die zur absoluten sozialen Unterschicht in Tokyo gehört. Sie leben zu fünft in einem kleinen chaotischen Haus. Der Vater Osamu arbeitet gelegentlich als Bauarbeiter und seine Frau Nobuyo als Reinigungskraft. Die Oma Hatsue ist verwitwet und lebt von ihrer Rente. Außerdem wohnen im Haus noch 2 Minderjährige, Aki ist ca. 17 Jahre alt und verdient ihr Geld damit erwachsene Männer zu unterhalten. Der Sohn Shota (10 Jahre alt) ist zwar wissbegierig, geht aber nicht zur Schule. Er und sein Vater gehen regelmäßig zusammen auf Diebstahl-Tour im Supermarkt. Osamus Logik ist: “Es ist kein Diebstahl, denn die Waren im Supermarkt gehört ja noch niemandem” und gibt diese Philosophie an seinen Sohn weiter. 

Nach einer der Touren an einem kalten Wintertag entdecken sie ein frierendes, kleines Mädchen (Yuri, 5 Jahre alt) auf dem Balkon eines Wohnhaus und nehmen sie kurzerhand mit nach Hause. Was zunächst wie eine Entführung aussieht, entpuppt sich aber als Rettung, denn das kleine Mädchen ist übersät mit Spuren der Misshandlung ihrer leiblichen Eltern. Im Laufe des Films werden immer mehr moralisch fragwürdige Taten der Familie aufgedeckt. Doch gleichzeitig sieht man die Wärme und den Zusammenhalt innerhalb der Familie. Der Drama-Film rüttelt am moralischen Kodex des Zuschauers, sodass man sich fragt: Ist es wirklich alles so falsch, was sie da machen?

Die Reise nach Tokyo / 東京物語

Genre: Family drama
Bewertung: 9 / 10
Keyword: Urlaub, Tokyo, Familie
Dauer: 136 min
Jahr: 1953
Regisseur: Yasujiro Ozu

Ein alter Mann namens Shukichi und seine Frau Tomi fahren von ihrem kleinen Heimatdorf nach Tokyo, um ihre bereits erwachsenen Kinder und deren Familien zu besuchen. Doch als das Ehepaar in Tokyo ankommt, stellen sie schnell fest, dass ihre Kinder gar keine Zeit für sie haben. Das Einzige, was die Kinder interessiert, ist ihr eigenes Leben und ihre Arbeit. Nur Noriko, die Schwiegertochter, kümmert sich um Shukichi und Tomi. Nach recht kurzer Zeit werden Shukichi und Tomi von ihren eigenen Kindern unter dem Vorwand, man könne sich dort doch viel besser erholen, zu einem Badeort geschickt. Doch es ist klar, dass sie ihre Eltern eigentlich nur loswerden wollen.

Die Unterkunft, welche die Kinder gebucht hatten, ist allerdings voller lärmender Jugendlicher. Dies missfällt dem älteren Paar natürlich sehr, sodass sie verfrüht und enttäuscht zurück in ihre Heimat fahren. Nach der Rückkehr in ihre Heimatstadt wird Tomi schwer krank und stirbt bald darauf. Alle Kinder kommen natürlich zu der Beerdigung, doch der Konflikt zwischen den Generationen und deren Wertesystemen ist nach wie vor vorhanden. Schafft es die Familie wieder zueinander zu finden, oder sind die Differenzen unüberbrückbar?

Nokan – Die Kunst des Ausklangs / おくりびと

Genre: Dramedy
Bewertung: 8 / 10
Keyword: Selbstfindung
Dauer: 131 min
Jahr: 2008
Regisseur: Yōjirō Takita

Daigo Kobayashi ist ein junger Cellist und möchte eines Tages ein Profi-Musiker werden. Als sein Orchester jedoch aufgelöst wird, verliert er seinen Job und seine Lebensgrundlage. Daher beschließen er und seine Frau in seine Heimatstadt zurück zu gehen und sich dort ein neues Leben aufzubauen. Durch ein Missverständnis bewirbt er sich um eine Stelle als Nokanshi (Bestatter). Dieser Job ist in Japan gesellschaftlich sehr schlecht angesehen, bringt jedoch viel Geld ein. Aus zweiterem Grund nimmt Kobayashi den Job vorerst an, doch im Laufe des Drama-Film entdeckt der Musiker seine Begeisterung für die Beerdigungszeremonie. Das einzige Problem ist, wie soll er seine Leidenschaft nun seiner Frau erklären?

Der Aal – Unagi / うなぎ

Genre: Human drama
Bewertung: 7.5 / 10
Keyword: Frisör, Kriminalität
Dauer: 117 min
Jahr: 1997
Regisseur: Shohei Imamura

Die Geschichte beginnt damit, dass Takuro erfährt, dass seine Frau ihm fremdgeht. Als er sie dann in flagranti erwischt, kann er seine Gefühle nicht im Zaum halten und tötet in blinder Wut seine Ehefrau und sticht mit einem Messer auch auf den Mann ein. Kurz nach der Tat stellt er sich jedoch selbst und sitzt dafür 8 Jahre im Gefängnis ein. Um sich danach ein neues Leben in Freiheit aufzubauen, eröffnet Takuro einen Friseursalon. Doch er ist ein eher unsozialer Mensch und hat auch nur einen einzigen Freund, einen Aal. Dieser hatte ihm schon im Gefängnis Gesellschaft geleistet.

Takuro hat durch seine traumatischen Erlebnisse noch mehr Schwierigkeiten eine Verbindung zu anderen Menschen aufzubauen. Eines Tages jedoch rettet er eine Frau namens Keiko vor dem Selbstmord und stellt sie später sogar als Aushilfe in seinem Laden ein. Durch sie beginnt Takuro langsam aber sicher wieder sein Herz zu öffnen. Doch dann steht plötzlich Keikos Mann auf der Matte und es scheint, dass sich die Geschichte wiederholt. Wie wird Takuro handeln, wenn er erneut in solch eine Situation gerät?

Einmal wirklich leben / 生きる

Genre: Human drama
Bewertung: 8 / 10
Keyword: Rentner, Bürokratie
Dauer: 143 min
Jahr: 1952
Regisseur: Akira Kurosawa

Der alte Herr Watanabe arbeitet als Abteilungsleiter einer städtischen Beschwerdestelle und steht kurz vor seiner Pensionierung. Seit dem frühen Tod seiner Frau lebt er ein einsames, trauriges Leben. Dies ändert sich abrupt, als er von seinem unheilbaren Magenkrebs erfährt. Dies rüttelt ihn endlich wach aus seiner Alltagstrance. Da er jetzt weiß, dass er jederzeit sterben könnte, verändert er seinen Lebensstil grundlegend. Um die ihm verbleibende Zeit möglichst zu genießen, stürzt sich Herr Watanabe ins Nachtleben, raucht, trinkt, genießt das gute Essen und lässt es sich einfach gut gehen. Doch er kommt schließlich an den Punkt, an dem er auf seine letzten Tage noch etwas zum Positiven verändern möchte. Daher stellt er sich dem Kampf gegen die japanische Bürokratie. Der Film ist ein Klassiker in der Kategorie gesellschaftskritische Filme.

Like Father, Like Son / そして父になる

Genre: Family drama
Bewertung: 8.5 / 10
Keyword: Vater & Sohn
Dauer: 120 min
Jahr: 2013
Regisseur: Hirokazu Kore-eda

Der erfolgreiche Geschäftsmann Ryota und seine Frau Midori leben ein gehobenes Leben und haben einen 6-jährigen Sohn namens Keita. Doch bei dessen Einschulungsuntersuchung fällt durch Zufall auf, dass er nicht der leibliche Sohn der Beiden ist. Er ist direkt nach der Geburt im Krankenhaus verwechselt worden. Der eigentliche, leibliche Sohn lebte bisher als Sohn einer anderen, eher einfachen Familie. Die Familien treffen sich und das Chaos der Emotionen ist perfekt. Denn es stellt sich nun die Frage ist Blut wirklich dicker als Wasser oder ist das Zusammenleben als Familie wichtiger? Wie sollte man mit so einer Situation umgehen und was bedeutet eigentlich “Familie”? 

Kirschblüten und rote Bohnen / あん

Genre: Drama
Bewertung: 8.5 / 10
Keyword: Dorayaki, Lepra
Dauer: 113 min
Jahr: 2015
Regisseur: Naomi Kawase

In dem Film geht es nicht nur um Kirschblüten und leckere rote Bohnen, sondern eher um eine gesellschaftliche Problematik in Japan. In einer kleinen Bude “Doraharu” arbeitet der Ex-Alkoholiker Sentaro und bereitet Dorayaki zu, obwohl er die Süßigkeiten eigentlich gar nicht mag. Dorayaki ist eine traditionelle japanische Süßspeise (Wagashi), die aus zwei Eierkuchen besteht und mit süßer roten Bohnenpaste (Azuki) gefüllt ist. Eines Tages kommt die alte Frau Tokue in den Laden, die Schwierigkeiten hat, ihre Finger zu bewegen. Doch sie fragt Sentaro, ob sie in dem Laden arbeiten kann, weil sie die Stellenausschreibung gesehen hat.

Am Anfang ist er skeptisch und schickt sie wieder fort, aber sie gibt ihm ihre Dorayaki zu essen. Sentaro verliebt sich in ihre rote Bohnenpaste und lässt sie schließlich doch dort arbeiten. Seit sie dort rote Bohnenpaste macht, kommen immer mehr Leute. Doch Tokue hat eine großes Geheimnis und versteckt, dass sie Lepra hat. Als dies jedoch bekannt wird, verbreiten sich die Gerüchte wie ein Lauffeuer und schnell kommt keiner mehr in den Laden. In Japan wurde Lepra bis 1996 als ansteckende Krankheit betrachtet und die Betroffenen sehr resolut von der Gesellschaft ausgegrenzt. Die Schauspielerin Kiki Kirin, welche Tokue spielt, zeigt in dem Film sehr gut, mit welchen Schwierigkeiten Leute, die an Lepra erkrankt sind in Japan zu kämpfen haben.   

Nobody knows / 誰も知らない

Genre: Family drama
Bewertung: 8.5 / 10
Keyword: Kindesvernachlässigung
Dauer: 141 min
Jahr: 2004
Regisseur: Hirokazu Kore-eda

Der Drama-Film basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich in den 1980er Jahren in Japan zugetragen hat. Man sieht, dass eine junge Mutter mit ihren 4 Kindern, die alle unterschiedliche Väter haben, in eine kleine Wohnung zieht. Sie stellt jedoch nur ihren ältesten Sohn Akira (12) den Nachbarn vor. Die anderen 3 Geschwister werden verheimlicht, sodass keiner um die Existenz der anderen Kinder weiß. Die Kinder müssen immer leise sein und dürfen nicht nach draußen, auch nicht auf den Balkon oder zur Schule gehen. Meistens kümmert sich Akira um seine Geschwister, da die Mutter wegen ihrer langen Arbeitszeiten kaum Zuhause ist. Doch eines Tages verschwindet die Mutter vollständig und kommt gar nicht mehr nach Hause zurück. Die Kinder sind ab nun komplett auf sich allein gestellt und so beginnt der Kampf ums Überleben. 

Shall we dance? / Shall we ダンス?

Genre: Dramedy
Bewertung: 7.5 / 10
Keyword: Tanzen, Salaryman
Dauer: 136 min
Jahr: 1996
Regisseur: Masayuki Suo

Der japanische Geschäftsmann Shohei Sugiyama hat ein (nach japanischen Standards) perfektes Leben. Dazu gehören natürlich eine gute Arbeitsstelle in leitender Position, ein großes Haus in der Vorstadt, eine liebevolle Ehefrau, die sich um das leibliche Wohl der Familie kümmert und eine gut erzogene Tochter. Doch trotzdem ist er tief in seinem Innersten unzufrieden. Eines Abends während der Bahnfahrt nach Hause, sieht er aus dem Fenster und erblickt eine wunderschöne, traurig-blickende Frau, die am Fenster einer Tanzschule steht. Zunächst hadert Herr Sugiyama mit sich, ob er sein perfektes Leben riskieren soll, doch dann entschließt er sich zu der Tanzschule zu gehen, um die Tanzlehrerin kennen zu lernen. Aber es entwickelt sich alles etwas anders, als er sich es vorher vorgestellt hatte. 

Hana-bi – Feuerblume / はなび

Genre: Crime drama
Bewertung: 7 / 10
Keyword: Polizei, Yakuza
Dauer: 103 min
Jahr: 1997
Regisseur: Takeshi Kitano

Dies ist die Geschichte des japanischen Polizisten Nishi, der vom Leben gebeutelt wird. Seine Tochter ist vor ein paar Jahren gestorben, seine Frau ist unheilbar krank und bei einem Einsatz gegen die japanische Mafia, stirbt sein Kollege und ein anderer Kollege wird schwer verwundet. Dieser andere Kollege ist Nishis bester Freund und sitzt fortan im Rollstuhl. Auch dessen Welt bricht zusammen: Nun da er nicht mehr laufen kann verlässt ihn seine Familie, weil sie sich nicht um einen behinderten Mann kümmern will. Diese Menge an emotionalem Schmerz wird zu viel für Nishi, sodass er seine Emotionen völlig verschließt und nur noch auf eine kaltblütige, skrupellose Rache sinnt.

Always Sanchōme no Yūhi / ALWAYS 三丁目の夕日

Genre: Human drama
Bewertung: 7 / 10
Keyword: Tokyo, Showa-Zeit
Dauer: 133 min
Jahr: 2005
Regisseur: Takashi Yamazaki

Der Film spielt in Tokyo im Jahr 1958. Es ist die Zeit des Wirtschaftswunders und das Symbol des neuen Japans – der Tokyo Tower – wird gebaut. Zu dieser Zeit zieht auch die junge Frau Mutsuko aus dem ländlichen Aomori nach Yuhi-cho (in Tokyo) in den dritten Block (Sanchome) ein. Sie träumt davon in einem großen Unternehmen zu arbeiten, doch zu ihrem Entsetzen sieht die Realität ganz anders aus. So muss sie in einer kleinen, altmodischen Autowerkstatt arbeiten. Zur gleichen Zeit lebt gegenüber der Werkstatt der junge, unbekannte Autor Ryunosuke. Um über die Runden zu kommen, verwaltet er gleichzeitig auch noch einen Süßigkeitenladen. Durch eine Verkettung von Umständen in die auch  Ryunosuke’s Schwarm involviert ist, nimmt er den kleinen verwaisten Jungen Junosuke bei sich auf. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, entwickelt sich dann eine immer enger werdende Vater-Sohn Beziehung zwischen ihnen.

I Just Didn’t Do It / それでもボクはやってない

Genre: Crime drama
Bewertung: 7 / 10
Keyword: Gericht, Strafverfahren
Dauer: 143 min
Jahr: 2007
Regisseur: Masayuki Suo

Der arbeitslose, junge Mann Teppei ist auf dem Weg zu einem Bewerbungsgespräch und steigt in eine überfüllte U-Bahn ein. Doch durch einen unglücklichen Irrtum wird er wegen angeblicher sexueller Belästigung festgenommen und angeklagt. Die Polizisten glauben nicht an seine Unschuld, aber für seine Familie, Freunde und Ex-Freundin kämpft Teppei weiter und besteht auf seine Unschuld. Seine Bekannten versuchen ihm zu helfen und mit Beweisen seine Freiheit zu erzielen.

Zunächst sieht es auch ganz gut aus, da der Richter den Ruf guten, gut und fair zu sein. Dieser wird aber zu Teppei’s Unglück während des Prozesses durch einen anderen, weniger fairen Richter ausgetauscht. Man muss dazu wissen, dass Richter in Japan eine Belohnung erhalten, wenn sie ihre Strafverfahrensfälle schnell abwickeln. Das resultiert dann darin, dass 99,9% der Fälle für “schuldig” befunden werden, ohne die Fakten genauer zu prüfen. Es steht also sehr schlecht für Teppei. Diese Geschichte ist ein Paradebeispiel für das Genre der gesellschaftskritischen Filme, denn er zeigt, wie Obrigkeitshörigkeit gepaart mit schlechter Politik zum Leidwesen des Einzelnen werden.

Unsere kleiner Schwester / 海街ダイアリー

Genre: Family Drama
Bewertung: 8 / 10
Keyword: Famile, Halbschwester
Dauer: 127 min
Jahr: 2015
Regisseur: Hirokazu Kore-eda

Die drei Schwestern Sachi, Yoshino und Chika leben zusammen in dem großen, traditionellen Haus ihrer Großmutter in Kamakura, einer Küstenstadt in der Nähe von Tokyo. Bei der Beerdigung ihres Vaters treffen sie ihre 13-jährige Halbschwester Suzu. Der Vater hatte die 3 Schwestern und deren Mutter vor 15 Jahren verlassen und mit einer anderen Frau eine Familie gegründet. In der ganzen Familie herrschen Antipathien gegen die Frau (Suzus Mutter), welche die Familie „zerstört“ hat, in dem sie den Vater verführte. Auch Suzu sieht sich mit dem Hass konfrontiert. Doch sie ist nun, nach dem Tod des Vaters auf sich allein gestellt. Daher haben ihre großen Schwestern Mitleid und bieten ihr daher an, mit ihnen zusammen nach Kamakura zu kommen. Suzu stimmt zu, obwohl sie weiß, dass das nur noch mehr Konflikte innerhalb der Familie provozieren wird und trotzdem schaffen es die 4 Schwestern eine gute Beziehung zu einander aufzubauen und die Vergangenheit ruhen zu lassen.

The Housekeeper and the Professor / 博士の愛した数式

Genre: Drama
Bewertung: 7.5 / 10
Keyword: Alzheimer , Mathematik
Dauer: 117 min
Jahr: 2006
Regisseur: Takahashi Koizumi

Die Geschichte handelt von einer Frau, die als Haushälterin arbeitet und einen alten, ehemaligen Mathematikprofessor und sein Haus pflegen. Dieser Professor hat Alzheimer und kann sein Gedächtnis nur für 80 Minuten behalten. Am Anfang ist sie sehr frustriert und überfordert damit, dass der Professor sich für nichts außer Mathematik interessiert und völlig in seiner Welt ist. Eines Tages erfährt der Professor, dass sie ihren 10-jährigen Sohn immer bis spät in die Nacht allein zu Hause lassen muss. Daraufhin fordert er sie auf, ihren Sohn jeden Tag direkt nach der Schule in das Haus kommen zu lassen. Der Professor nennt den Sohn “Root” und die drei bauen langsam aber sicher eine Beziehung voller Wärme zu einander auf.

The Great Passage / 舟を編む

Genre: Dramedy
Bewertung: 7 / 10
Keyword: Sprache, Beruf, Liebe
Dauer: 133 min
Jahr: 2013
Regisseur: Yuya Ishii

Kohei arbeitet jahrelang in der Linguistik Abteilung von einem Verlag und geht bald in Rente. Doch er hat vor seiner Rente noch einen letzten beruflichen Wunsch auf dem Herzen. Er will ein neues Wörterbuch names  “Daitokai” publizieren, welches die Distanz zwischen den Menschen und den Wörtern überbrücken soll. Bis zur fertigstellung würde dieses Projekt jedoch mehrere Jahre dauern. Majime arbeitet als Verkäufer in einer anderen Abteilung des Verlags. In seinem Job ist er ziemlich erfolglos, aber er liebt es zu lesen und Wörterbücher. Durch seine Leidenschaft wird er von Kohei als sein Nachfolger auserkoren und fängt mit seinem Team an, ein neues Wörterbuch zu erstellen. Obwohl Majime sich sehr gut mit Wörtern auskennt, steht er vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Er versucht der Frau, die er liebt, seine Gefühle zu vermitteln. Dies scheitert mehrfach grandios, doch Majime gibt nicht auf. Wird er es schließlich schaffen ihr seine Gefühle zu gestehen?

Wollt ihr noch mehr über japanische Filme lesen und mehr Vorschläge haben? Dann schaut doch in unserem Beitrag vorbei.

Updated: 29.05.2020 | Posted by: Yuya

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